Neue Projekte: Schwerpunkt Nachhaltige Ernährung 14. August 2017 – Posted in: Neue Projekte, Projekte

Neue Projekte: Schwerpunkt Nachhaltige Ernährung

Im Juli 2017 hat unsere Stiftung Förderungen über insgesamt 1.034.848 Euro bewilligt. Drei der zwölf neuen Projekte haben den Schwerpunkt Nachhaltige Ernährung bzw. Nachhaltige Lebensmittelproduktion.

ERNA: Praxisbausteine Ernährung und Nachhaltigkeit

Der Kölner Verein Netzwerk erweitert sein Vorgängerprojekt „ERNA“ auf den gesamten Oberbergischen Kreis. Er baut im Landkreis ein „Regionales Netzwerk – Ernährung und Nachhaltigkeit“ zur Implementierung von Bildung für Nachhaltige Entwicklung in Schulen auf. Für Lehrkräfte und Multiplikatoren bietet der Verein eine bedarfsorientierte Fortbildungsreihe zum Themenkomplex an und entwickelt Bildungsmaterialien. Kooperationspartner sind das Freilichtmuseum Lindlar und das Schulamt des Oberbergischen Kreises.
Das Projekt (Z-5388) hat im Juli begonnen und wird bis Oktober 2018 mit 65.334 Euro gefördert.

„Voll im Saft“

Die Arbeitsgemeinschaft Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BiNE) in Eschweiler möchte zum besseren Verständnis für Zusammenhänge zwischen Ernährung, Klima und ökologischem Fußabdruck beitragen und gleichzeitig die regionale Nahversorgung im ländlichen Raum stärken. Ein Projektbestandteil sind Bildungsveranstaltungen, etwa zu alten und heimischen Obstsorten, und Workshops, in denen praxisorientiert gearbeitet wird, zum Beispiel zu essbaren Wildkräutern oder zur fachgerechten Pflanzung von Bäumen.
Eine große mobile Obstpresse, die bei Presstagen und bei Stadtfesten und anderen Veranstaltungen zum Einsatz kommt, soll die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit unterstützen.
Angegliedert an die BiNE-Website www.bine-aktiv.de wird eine Online-Obstbörse als Plattform eingerichtet, die Obstbaumbegeisterte aus der Region durch „Obsttausch“, Vernetzung, Informationen und eine regionale Obstbaum-Datenbank zusammenbringen soll.
Das Projekt (U-3744) hat im August begonnen und wird von unserer Stiftung bis November 2019 mit 64.418 Euro gefördert.

Saatgut: Vielfalt in Bauern- und Gärtnerhand

Die in Hamm ansässige Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft NRW thematisiert in dem Projekt die Verfügbarkeit von vielfältigem Saat- und Pflanzgut für die Nahrungsmittelproduktion. Die ökologische Pflanzenzucht basiert zunehmend auf Netzwerken von ehrenamtlich Engagierten, zur Sicherung der Sortenvielfalt wäre jedoch eine Verknüpfung mit wirtschaftlichen Nutzungen notwendig. Das Projekt soll dazu beitragen, eine solche Verbindung zu erproben. Hierfür wird ein Netzwerk der relevanten Akteurinnen und Akteure aufgebaut und es werden geeignete Pflanzensorten identifiziert und in Sichtungsgärten getestet. Konferenzen und Öffentlichkeitsarbeit, die sich auch an Konsumenten richtet, sind weitere Projektbestandteile.
Das Projekt (U-3751) beginnt im September 2017 zwei Jahr lang mit 157.134 Euro gefördert.

Weitere bewilligte Projektförderungen

Mehr Informationen zu den Projekten finden Sie in unserer Datenbank unter dem jeweiligen Aktenzeichen (z. B. E-4954)

  • Koordination Südliches Afrika e. V.: Schulpartnerschaftsstelle Südafrika (E-4954, 69.500 €)
  • Informationsbüro Nicaragua e. V.: Cambios de Perspectivas – Ein Bildungs- und Fortbildungsangebot des Globalen Lernens (E-4967, 36.000 €)
  • Bahnhof Langendreer – Soziokulturelles Zentrum e. V.: „Globale Solidarität – vor Ort“ 2017/2018 (E-4970, 25.000 €)
  • Gräflich Hoensbroech´sche Kultur- und Naturstiftung Schloss Türnich: Förderung eines Permakultur-Designs Schloss Türnich (U-3667, 70.420 €)
  • NaturFreunde Nordrhein-Westfalen e. V.: WasserWege (U-3712, 156.600 €)
  • BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen e. V.: Regionales Wiesen- und Weidenzentrum – Artenvielfalt entdecken (U-3735, 195.500 €)
  • OroVerde – Die Tropenwaldstiftung: Die Weltklimakonferenz und ich?! (U-3743, 18.018 €)
  • urgewald e. V.: Die klimafreundliche Geldanlage: Einfach. Machen. Raus aus der Kohle. (Z-5384, 96.924 €)
  • Forum für Umwelt und gerechte Entwicklung e. V.: Nachhaltig konsumieren – schonender Umgang mit Ressourcen (Z-5391, 80.000 €)