Schulen für FREI DAY gesucht

FREI DAY Accelerator NRW

Schulen für FREI DAY gesucht

Schulen aus Nordrhein-Westfalen können sich für das neue Programm FREI DAY von Schulen im Aufbruch bewerben / Infoveranstaltung: 18. November 16:30 – 18:30 Uhr

11. November 2021 – Die Stiftung unterstützt die Initiative Schule im Aufbruch, in Nordrhein-Westfalen ein neues Netzwerk von Schulen zu etablieren, die den FREI DAY praktizieren. Dabei handelt es sich um ein offenes partizipatives Projektlernformat, bei dem sich Schüler:innen mit Fragen einer nachhaltigen Entwicklung auseinandersetzen. FREI DAY möchte ein handlungsorientiertes und zukunftsweisendes Lernformat an Schulen verankern, das die Umsetzung der Vorgaben erleichtert wie den Nationalen Aktionsplan BNE (NAP), ESD for 2030 oder der Leitlinie BNE des Schulministeriums NRW (2019). Im FREI DAY erhalten Schüler:innen Gelegenheit und Freiraum, selbst Initiative zu ergreifen und durch ihr Engagement im eigenen Umfeld Selbstwirksamkeitserfahrungen zu sammeln, die sie ermutigen und befähigen, auch über die Schule hinaus einen Beitrag zur gesamtgesellschaftlichen Transformation zu einer nachhaltigeren Lebensweise zu leisten.

Teilnehmende Schulen aller Schulformen erhalten im Schuljahr 2021/22 ein umfangreiches Qualifizierungs- und Begleitprogramm, das ihre Schulentwicklungsteams und Lehrer:innen ab Herbst 2021 bei der Einführung des FREI DAY unterstützt. Alle teilnehmenden Schulen werden den FREI DAY im zweiten Schulhalbjahr als Prototypen an ihren Schulen starten und werden dabei intensiv begleitet. Die Angebote der Initiative Schule im Aufbruch umfassen monatliche Mikro-Fortbildungen mit Methoden und Impulsen zu den verschiedenen Phasen im Einführungsprozess und Prozessbegleitung für die Schulentwicklungsteams. Außerdem werden die teilnehmenden Schulen mit außerschulischen Bildungsakteur:innen und weiteren Expert:innen, die sie inhaltlich und methodisch unterstützen, vernetzt.

Teilnehmende Schulen erhalten
  • Prozessbegleitung bei der Einführung des FREI DAY
  • Vernetzung mit regionalen und nationalen außerschulischen Bildungsakteur:innen
  • Kollegiale Fallberatung und Supervision (digital)
  • Digitale (Mikro-)Fortbildungen zur Unterstützung der Einführung
  • Beispiele guter Praxis & Hospitationsmöglichkeiten
  • Einladungen zu zwei regionalen Netzwerktreffen

 

Hintergrund zum FREI DAY

Schneller, effizienter, Bestnoten, alles in Konkurrenz und unter Druck, so funktioniert seit jeher unser Schul- und Bildungssystem. Für die wichtigsten Fragen unserer Zeit – Naturschutz, Digitalisierung, gesellschaftliche Transformation – bleibt da wenig Raum. Doch wie können Schüler:innen von heute zu verantwortungsbewussten Gestalter:innen von morgen werden? Wie können sie jene Zukunftskompetenzen entfalten, die für den nachhaltigen Wandel unserer Gesellschaft so wichtig sind?

Die Bildungsreformerin und langjährige Schulleiterin Margret Rasfeld hat dazu ein gleichermaßen innovatives wie einfaches Lernkonzept entwickelt: den „Frei-Day“, einen wöchentlichen Zukunftstag an Schulen mit mindestens vier Stunden pro Woche als wirksames Lernsetting für die Transformation von Schule und Gesellschaft. „Wenn unsere Schulen Kinder und Jugendliche auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts vorbereiten wollen, müssen sie sich völlig anders ausrichten. Nicht die Wissensvermittlung hat Priorität, sondern die Entfaltung individueller Potenziale. Es geht um Kreativität, Kooperationsfähigkeit, Empathie, Lösungskompetenzen, Frustrationstoleranz, Eigenverantwortung, die Bereitschaft zu Engagement“, erklärt Margret Rasfeld. Ein „Frei-Day“ für alle Schulen könnte dies in Bewegung bringen und das gesamte Bildungssystem nachhaltig verändern. Denn ob Klimakrise oder Digitalisierung: mit einer Schule von gestern können wir die Herausforderungen von heute nicht mehr lösen. Kinder und Jugendliche benötigen Räume und Zeit für fächerverbindendes Lernen und für das Üben von verantwortungsvollem und nachhaltigem Denken und Handeln, damit sie an sich glauben und unsere Gesellschaft nachhaltig und gerecht gestalten können.

Der FREI DAY fördert zentrale Zukunftskompetenzen. Er ermutigt Schülerinnen und Schüler, die Gesellschaft von morgen selbst zu gestalten. Sie beschäftigen sich mit aktuellen sozialen, ökonomischen und ökologischen Herausforderungen, die sich an den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen orientieren. Sie entwickeln eigene Lösungen, die sie dann als Projekte in der Schule, Gemeinde oder Stadt umsetzen. Ohne Noten- und Zeitdruck arbeiten die Schüler:innen interessenorientiert, jahrgangsübergreifend und mit Expert:innen vor Ort.

Sie erleben sich als selbstwirksam, entwickeln Zuversicht und Hoffnung für ihre Zukunft. Bereits nach einem Jahr zeigen die Schüler:innen eine stärkere Bereitschaft zum zivilgesellschaftlichen Engagement über das Schulleben hinaus. Sie lernen, neue Perspektiven einzunehmen, entwickeln ihre Problemlösefähigkeit und die Bereitschaft für Veränderung und Innovation. Der FREI DAY ist ein Zukunftstag für die Talente und Potenziale unserer Kinder und Jugendlichen. Am FREI DAY übernehmen Schüler:innen Verantwortung für sich, für andere und für die Welt.

 

Weitere Informationen

=> FREI DAY Accelerator NRW

=> Initiative Schule im Aufbrauch

=> Projekt Z-5577 FREI DAY Accelerator

=> Übersicht der BNE-Projekte und Nachrichten zu BNE

 

 

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