Förderung / Antragstellung

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Wie stelle ich einen Antrag?

Ein Antrag auf Förderung muss eine detaillierte Konzeptbeschreibung und einen Kosten- und Finanzierungsplan für das beantragte Vorhaben enthalten. Ein Antragsformular gibt es nicht, wohl aber eine Gliederungsvorgabe für die geforderten Inhalte. Zusätzlich sind einige Dokumente erforderlich, um die Antragsberechtigung Ihrer Organisation oder Ihres Vereins zu prüfen.

Beachten Sie, dass wir Ihren Förderantrag in der Regel erst dann prüfen und eine Förderentscheidung fällen können, wenn der Antrag vollständig ist, d.h. alle erforderlichen Unterlagen (insbesondere zur Prüfung der Antragsberechtigung) vorliegen.

Fördervertragsbedingungen 1.2

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2.1
Welche Beratungsmöglichkeiten gibt es vor einer Antragstellung?

  • Beratungsgespräche

Wenn Sie zum ersten Mal einen Förderantrag bei uns stellen möchten oder ein Projekt planen, bei dem Sie unsicher sind, ob es förderfähig ist, können Sie telefonisch oder schriftlich eine Anfrage an uns richten. Beschreiben Sie Ihr Vorhaben möglichst klar mit wenigen Sätzen. Wir beraten Sie gerne, ob bzw. wie Sie für Ihr Vorhaben eine Förderung bei uns beantragen können.

  • Antragstellerworkshops

Wir bieten regelmäßig Workshops für Antragsteller/innen an, in denen wir unsere Förderbedingungen erläutern und Sie die Möglichkeit haben, Ihre Fragen mit uns persönlich zu klären.

  • Projektskizzen

Antragsteller, die bisher keine Erfahrung mit der Förderung durch die Stiftung haben, möchten wir ermutigen, Ihre Projektidee in einer Projektskizze schriftlich ausführlicher zu erläutern. Diese sollte das Vorhaben auf ein bis drei Seiten beschreiben, es gibt dazu keine Formvorschriften. Auf dieser Grundlage geben wir Ihnen bei Bedarf Hinweise für Änderungen oder Ergänzungen. Unsere Antworten haben Beratungscharakter und sind keine Vorgriffe auf Förderentscheidungen oder belastbare Tendenzaussagen. Eine Förderentscheidung kann erst für einen vollständigen Förderantrag getroffen werden und ist unabhängig von einer vorherigen Skizzenberatung.

Erfahrene Antragsteller, die mit dem Antragsverfahren der Stiftung vertraut sind, bitten wir, direkt einen Antrag zu stellen.

 

So können Sie uns für eine Beratung erreichen:

Geschäftsstelle der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen

2.2
Wann müssen Anträge eingereicht werden?

  • Es gibt derzeit keine festen Antragstermine, die Einreichung ist jedoch abhängig vom Projektbeginn.
  • Förderanträge müssen prinzipiell mindestens 4 Monate vor Projektbeginn vorliegen, damit wir ausreichend Zeit für die Bearbeitung haben und unsere Gremien darüber entscheiden können.
  • Förderanträge mit einem Fördervolumen von mehr als 100.000 € pro Jahr oder insgesamt 200.000 € müssen mindestens ein halbes Jahr vor Projektbeginn eingereicht werden.
  • Förderanträge mit einer Förderung durch die Stiftung von bis zu 5.000 Euro und Anträge für Organisationsentwicklung müssen mindestens 2 Monate vor Projektbeginn vorliegen.
  • Während der Prüfungsphase kommen wir i.d.R. auf Sie zu und diskutieren Unklarheiten im Antrag mit Ihnen oder geben Hinweise auf Verbesserungsmöglichkeiten. Diese Rücksprache kann sich sowohl auf Inhalte, wie auch die Finanzplanung Ihres Vorhabens beziehen.

 

  • Vorzeitiger Projektbeginn
    Wenn ein vorzeitiger Projektbeginn notwendig sein sollte, nehmen Sie bitte auf jeden Fall vorab Kontakt mit uns auf. Teilen Sie uns schriftlich mit, warum und wann Sie mit den Projektaktivitäten beginnen müssen (genaues Datum). Wenn möglich, genehmigen wir Ihnen den vorzeitigen Projektbeginn.
    Bitte beachten Sie jedoch:
    Mit der Bewilligung des vorzeitigen Projektbeginns ist keinerlei Vorentscheidung über die grundsätzliche Förderung Ihres Projektes durch die Stiftung verbunden. Diese Bewilligung stellt auch keine Tendenzaussage über das wahrscheinliche Ergebnis unserer Förderentscheidung dar. Wenn Sie nach Genehmigung des vorzeitigen Projektbeginns vor der Förderentscheidung mit den Projektarbeiten beginnen, tun Sie dies auf eigenes Risiko. Eine rückwirkende Genehmigung des vorzeitigen Projektbeginns ist nicht möglich.

2.3
Welche Dokumente sind für die Prüfung meiner Organisation erforderlich?

Bevor wir Ihren Antrag bearbeiten, prüfen wir, ob Ihre Organisation antragsberechtigt ist. Dafür benötigen wir die Grunddaten („Stammdaten“) Ihrer Organisation, bitte tragen Sie sie in unser Formblatt Stammdaten ein. Dieses Dokument muss von den für Ihre Organisation gerichtlich und außergerichtlich vertretungsberechtigten Personen im Original unterzeichnet werden. Außerdem  benötigen wir für die Prüfung der Antragsberechtigung Kopien folgender Dokumente:

  • Die aktuelle Satzung,
  • einen Auszug aus dem Vereinsregister, der die vollständige aktuelle Besetzung Ihres Vorstandes wiedergibt, oder – falls Ihre Organisation eine andere Rechtsform als die eines eingetragenen Vereins hat – ein entsprechendes Dokument,
  • den letzten von Ihrer Mitgliederversammlung verabschiedeten Finanzbericht oder Jahresabschluss, aus dem die Finanzierung der Arbeit der Organisation und die Mittelverwendung in wesentlichen Zügen hervorgehen,
  • die aktuelle Gemeinnützigkeitsbescheinigung (Freistellungsbescheid des Finanzamtes über die Befreiung von der Körperschaftssteuer).
    Achtung:
    Auf der Grundlage eines Freistellungsbescheides des Finanzamtes können Vereine maximal fünf Jahre ab Ausstellungsdatum Zuwendungsbestätigungen an Spenderinnen und Spender ausstellen. Die Stiftung muss aufgrund der Auflagen der Prüfbehörden jedoch eine kürzere Frist setzen. Zwischen dem letzten Jahr der Steuerbefreiung und dem laufenden Jahr dürfen nicht mehr als vier Jahre vergangen sein. Maßgeblich dabei ist nicht das Ausstellungsdatum des Freistellungsbescheids sondern der Bezugszeitraum der Steuerbefreiung, den Sie auf der rechten Seite im Kopf des Bescheides finden. Wir empfehlen Ihnen daher, frühzeitig die notwendigen Unterlagen für eine erneute Freistellung beim Finanzamt einzureichen.

Für Kirchengemeinden gelten besondere Regelungen. Diese erläutern wir Ihnen gerne auf Anfrage. 

Erst wenn diese Dokumente vollständig vorliegen, beginnen wir mit der Bearbeitung Ihres Antrages.

2.4
Wie sollen die Antragsinhalte gegliedert sein?

Wir wünschen uns ausdrücklich eine Darstellung in Ihrem eigenen, individuellen Stil und mit Ihren jeweiligen eigenen Schwerpunkten, bitten jedoch zur Vereinfachung unserer Arbeit, die folgende Struktur einzuhalten. Wenn Sie zur Finanzierung des Vorhabens weitere Geldgeber mit weitreichenderen strukturellen Vorgaben zur Antragstellung einbeziehen wollen, akzeptieren wir auch deren Struktur.

  • Kopfdaten
    • Name der antragstellenden Organisation
    • Ansprechperson mit Kontaktdaten
    • Antragsdatum 
    • Titel des beantragten Vorhabens

Verwenden Sie eine möglichst griffige und kurze Überschrift, die den Inhalt der Fördermaßnahme auf den Punkt bringt und die in der Öffentlichkeit leicht verstanden wird.

    • Projektzeitraum

Alle Projektaktivitäten müssen innerhalb des angegebenen Projektzeitraums liegen. Grundsätzlich fördert die Stiftung nur Projekte, die noch nicht begonnen haben. Ausnahmen sind bei bestimmten Projekten möglich, bei denen es zwingende fachliche Gründe gibt, mit den Projektaktivitäten schon vor der Förderentscheidung anzufangen. In diesem Fall können Sie bei uns den „vorzeitigen Projektbeginn“ beantragen. 

    • Erklärung zum Subsidiaritätsprinzip

Nach unseren Fördervertragsbedingungen kann unsere Stiftung  nur Maßnahmen fördern, wenn diese nicht aus eigenen Mitteln (inkl. Mitteln von Kooperationspartnern) durchgeführt werden und unsere Förderung für die Durchführung notwendig ist. Dies muss von Ihnen bestätigt werden.

Fördervertragsbedingungen 4.1

    • Erklärung zu weiteren Fördermitteln

Geben Sie eine Erklärung ab, bei welchen Institutionen ein gleichlautender Antrag eingereicht worden ist bzw. dass keine weiteren Mittel bei Dritten beantragt worden sind.
Ihre Zustimmung zum Clearing-Verfahren (Abstimmung mit den anderen Geldgebern) ist notwendig.

Fördervertragsbedingungen 1.4

    • Berechtigung zum Vorsteuerabzug
      Geben Sie an, ob für Projektausgaben Vorsteuer vom Finanzamt zurückgefordert wird und, falls ja, in welchem Umfang.

 

  • Kurzbeschreibung des Vorhabens
    Fassen Sie in möglichst einem Absatz die wesentlichen Ziele und Maßnahmen des Projekts zusammen. Sie können auch wichtige Zielgruppen und/oder Methoden benennen.
  • Hintergrund
    Erläutern Sie wesentliche Ziele und Arbeitsweisen Ihrer Organisation und beschreiben Sie Ihre Erfahrungen mit dem Projektkontext. Hierbei können auch Hinweise zu relevanten vorausgegangenen Projekten von Bedeutung sein. Bei komplexen Themen bitten wir Sie auch, den inhaltlichen Kontext darzustellen.  
  • Ziele und Begründungen
    Beschreiben Sie die Ziele, die Sie in dem beantragten Vorhaben verfolgen, und begründen Sie diese. 
  • Zielgruppen – primär und sekundär
    Benennen Sie hier die Personenkreise, die Sie mit den geplanten Aktivitäten unmittelbar erreichen möchten (primäre Zielgruppen). Möglicherweise zielen Ihre Aktivitäten schwerpunktmäßig auf andere Personenkreise ab, die Sie nicht direkt, sondern nur über andere erreichen können (sekundäre Zielgruppen). In diesem Fall geben Sie auch diese, sowie den Weg der Zielgruppenerreichung, an.
    Erläutern Sie, weshalb Sie diese Zielgruppen ausgewählt haben, welche Kontakte Sie bereits zur Zielgruppe haben und wie die Kontaktaufnahme in dem geplanten Projekt organisiert werden soll. 
  • Maßnahmen und Aktivitäten
    Beschreiben Sie die konkreten Einzelaktivitäten und gliedern diese zeitlich. Wer macht was wann wo mit wem und warum? Bei größeren Projekten wird es sinnvoll sein, diese zu Maßnahmenpaketen zu bündeln. Es ist wichtig, klar darzustellen, wie die Aktivitäten zur Zielerreichung beitragen. Erläutern und begründen Sie auch die gewählten Methoden, Verfahren und Aktionsformen.
  • Geplante Ergebnisse und Wirkungen
    Geben Sie die im Hinblick auf die Aktivitäten zu erwartenden qualitativen und quantitativen Ergebnisse und Wirkungen an. Bitte stellen Sie auch dar, anhand welcher Kriterien bzw. Indikatoren die Realisierung der Ergebnisse und Wirkungen durch Sie und uns überprüft und gemessen werden kann.

Fördervertragsbedingungen 1.3

  • Perspektiven und Nachhaltigkeit
    Die Wirkung des Projekts sollte über die Projektdauer hinausgehen. Planen Sie nachhaltige Effekte und stellen Sie uns die längerfristige Perspektive Ihrer Projektarbeit dar. Erläutern Sie, wie die angestrebten Ergebnisse auch nach Ende der Förderung weitergetragen oder verstetigt werden können.

2.5
Wie wird die Zusammenarbeit zwischen Projektpartnern geregelt?

  • Wenn Sie Partner haben, die mit Ihnen das Projekt gemeinsam in enger Zusammenarbeit durchführen, sollte – nach Rücksprache mit uns – entschieden werden, ob diese Kooperation vertraglich geregelt werden muss. 
  • Ein Kooperationspartner muss eigene substantielle Beiträge zum Projektgeschehen leisten. Ein Kooperationsvertrag sollte regeln, welche Leistungen die beiden Kooperationspartner jeweils erbringen und wer für welche Bereiche verantwortlich ist. Fragen Sie uns, wenn Sie unsicher sind, wie die notwendigen vertraglichen Regelungen mit Ihren Partnern gefasst werden müssen. Wir können Ihnen Muster für Kooperationsverträge zur Verfügung stellen.  
  • Wir unterscheiden zwischen einer einfachen Kooperation und einem Konsortium. Bei einer einfachen Kooperation bleiben Sie als Projektträger alleiniger Projektverantwortlicher. 
  • Dagegen trägt ein Konsortium, das einen Antrag auf Förderung stellt, die Verantwortung gemeinsam. Ein Konsortialvertrag regelt dann die Rechte und Pflichten der Partner bei der Realisierung eines Projekts, das diese gemeinsam tragen und für das Sie uns gegenüber auch als Vertragspartner gemeinsam verantwortlich sind. Wir können Ihnen ein Muster für einen Konsortialvertrag zur Verfügung stellen.

2.6
Wie stelle ich die finanzielle Planung dar?

Wir benötigen eine detaillierte und nachvollziehbare Aufstellung aller geplanten Kosten- und Finanzierungspositionen des Projektes. 

Sie können uns den detaillierten Kosten- und Finanzierungsplan in der Art und Weise einreichen, wie Sie ihn für Ihre eigene Planung erstellt haben. Die Darstellung muss transparent und für uns nachvollziehbar sein. 

Für unsere Antragsbearbeitung benötigen wir auch eine komprimierte Gegenüberstellung von Kosten und Finanzierung, die Sie in unser Formular Kosten-und Finanzierungsplan eintragen müssen.

Als Unterstützung zur Erstellung des Detailplans bieten wir Ihnen zusätzlich eine von uns vorstrukturierte Excel-Datei an, die wir auf unserer Webseite als Antragstool zum Herunterladen bereitstellen. Wenn Sie darin bestimmte Daten eingeben, werden viele Felder daraufhin automatisch ausgefüllt. In der Datei finden Sie auch Hinweise zum Ausfüllen. Falls Sie unser Tool verwenden möchten, aber weitere Hilfe benötigen, helfen wir Ihnen gerne.

Ein Vorteil, wenn Sie das von uns angebotene Excel-Formular nutzen, ist die leichte Übertragbarkeit beim späteren Nachweis über die Verwendung der Fördermittel. Für die Erstellung des zahlenmäßigen Nachweises stellt die Stiftung als Angebot ein Projektabrechnungstool zur Verfügung, dass Sie beim Projektcontrolling und der ordnungsgemäßen Projektbuchhaltung unterstützen soll.  

Geben Sie alle Beträge in vollen Euro an, ggf. runden Sie.

Alle Finanzierungsbeiträge und Einnahmen, die sich auf ein von uns gefördertes Vorhaben beziehen, müssen Sie später im Projektverlauf ordnungsgemäß verbuchen und uns gegenüber nachweisen.

2.7
Welche Vorgaben gibt es für die Planung der Kosten meines Projektes?

Prinzipiell können nur Kosten aufgeführt werden, die dem Projekt nachvollziehbar als Einzelkosten direkt zuzuordnen sind. Alle darüber hinaus anfallenden Kosten der Organisation werden über eine Gemeinkostenpauschale berücksichtigt.

Es muss transparent dargestellt werden, dass die Maßnahmen den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit entsprechen.

  • Personalkosten
    • Unter diesem Stichpunkt geben Sie die geplanten Arbeitgeber-Bruttokosten der Mitarbeiter/innen an, die am Projekt mitarbeiten. 
    • Wenn diese nur mit einem Teil Ihrer Arbeitszeit in das Projekt eingebunden sind, kalkulieren Sie diesen. 
    • Sollten die Arbeitgeber-Bruttokosten nicht genau bekannt sein, können Sie mit einem Aufschlag von 25 % auf das Bruttogehalt kalkulieren. Bedenken Sie mögliche Lohnerhöhungen (z. B. bei Tariferhöhungen) und Sonderentgelte (wie Weihnachtsgeld), die zeitanteilig angesetzt werden können. 
    • Es ist unerheblich, ob die Mitarbeiter/innen fest, befristet oder nur für ein Projekt angestellt sind oder werden. Wenn Sie einen Arbeitsvertrag mit ihnen abschließen, sind es Mitarbeiter/innen.
    • Wichtig: Honorarkosten zählen nicht zu Personalkosten, sondern fallen unter Sachkosten.
  • Ehrenamt und Sachleistungen – Fiktive Kosten

    Fördervertragsbestimmungen 3.6

    Bei diesen beiden Positionen handelt es sich nicht um reale, sondern fiktive Kosten. Sie sollten dennoch aufgeführt werden. Da diese auch als Eigenmittel in der Finanzierung gelten, können Sie Ihren finanziellen Beitrag zum Projekt verringern.Bitte beachten Sie, dass bei der Abrechnung die für Ehrenamt und Sachleistungen geplanten Kosten nicht ohne Genehmigung überschritten werden können.

    • Ehrenamtliche Arbeit 

Geplante freiwillige, unentgeltliche Arbeiten können als fiktive Kosten in Höhe von 15 Euro pro geleistete Arbeitsstunde pauschal angerechnet werden. Legen Sie uns die Höhe der ehrenamtlichen Arbeiten nachvollziehbar als Aufstellung der Arbeiten und der benötigten Stunden dar. 

    • Sachleistungen 

In Einzelfällen können auch eigene Sachleistungen oder solche von Kooperationspartnern als fiktive Kosten eingeplant werden.

Es handelt sich hierbei i.d.R. um Leistungen, wie die private Unterbringung von Veranstaltungsreferenten oder Südgästen, die mit 25 Euro pro Person und Nacht (inkl. Frühstück) bewertet werden können.
E
in anderes Beispiel ist die Zurverfügungstellung von Veranstaltungsräumen, für die sonst Mieteinkünfte erzielt werden könnten.

Wenn Sie solche Sachleistungen einplanen, listen Sie diese bitte für uns auf. Sie müssen die Höhe der in Wert gesetzten Kosten schon bei der Planung nachvollziehbar im Kostenplan darlegen. 

  • Sachkosten

Fördervertragsbestimmung 7.9


Unter Sachkosten werden alle Kosten, außer Personalkosten, zusammengefasst. Hierbei handelt es sich sowohl um Investitionen als auch um unterschiedlichste Ausgaben für Aktivitäten.

Bei der Untergliederung der Sachkosten akzeptieren wir die von Ihnen gewählte Struktur, soweit diese für uns nachvollziehbar ist. Eine sinnvolle Gliederung kann beispielsweise nach Ihren Aktivitäten erfolgen: z. B. Veranstaltungen (Tagung, Workshop, Seminar), Druckerzeugnisse (Flyer, Broschüre, usw).

    • Raumkosten für Arbeitsplätze

Fördervertragsbedingungen 3.5

Für diese Kosten gibt es in den Fördervertragsbedingungen eine Pauschalierungsregel:

Sie können pauschal 12 m² Arbeitsplatzfläche für eine Vollzeitstelle in der Kostenkalkulation ansetzen, für eine Teilzeitstelle entsprechend anteilig. Wenn ein/e Mitarbeiter/in z. B. 75 % einer Vollzeitstelle arbeitet, können 75 % angesetzt werden. Dies wird multipliziert mit dem tatsächlich von Ihnen zu zahlenden Kaltmietpreis pro m² pro Monat Projektlaufzeit. Für die Mietnebenkosten kann eine Pauschale von 20 % hinzuaddiert werden.

    • Honorarkosten / Fremdleistungen
      • Da wir prüfen müssen, ob die Honorarsätze für bestimmte Leistungen wirtschaftlich zu vertreten sind, bitten wir Sie, die kalkulierten Honorarkosten jeweils separat auszuweisen. Wenn z. B. die Projektleitung oder Projektdurchführung nicht durch Angestellte Ihrer Organisation, sondern auf Honorarbasis erfolgt, geben Sie diese Kosten an. Ebenso berücksichtigen Sie etwa auch Honorarkosten für die Moderation von Veranstaltungen, die im Rahmen Ihres Vorhabens entstehen. 
      • Sie können dies gebündelt in einer Position der Sachkosten machen oder  Honorarkosten unter anderen Sachkostenpositionen als Unterposten darstellen. In jedem Fall ist es wichtig, dass die Kosten gut nachvollziehbar sind und es entsprechend deutlich gemacht wird, wie diese (etwa auf der Grundlage von Tagessätzen) kalkuliert wurden. 
      • Sie müssen über alle von Honorarkräften zu erbringenden Leistungen und die Vergütung  einen schriftlichen Vertrag mit den Honorarkräften treffen.
      • Wenn Sie Abgaben an die Künstlersozialkasse leisten müssen (z. B. bei Aufträgen an selbständige Künstler, Texter, Grafiker oder Webdesigner), können Sie diese als Kosten kalkulieren. Informationen zur Abgabepflicht unter: www.kuenstlersozialkasse.de
        Die Künstlersozialabgabe bezieht sich immer auf den Nettobetrag der Rechnungssumme. Der Satz für die Künstlersozialabgabe wird jedes Jahr neu festgesetzt. 
    • Investitionen
      Bei Investitionen können die gesamten Ausgaben berücksichtigt werden, wenn es sich um spezielle Gegenstände handelt, die für die Umsetzung des Projekts zwingend notwendig sind. Nähere Informationen siehe Kapitel Durchführung.
  • Fördervertragsbedingungen 7.16

Beachten Sie, dass Gegenstände und Geräte, die zu normaler Büroausstattung gehören (wie Computer), nicht als Projektkosten geltend gemacht werden können, da diese bereits über die Gemeinkostenpauschale finanziert werden.

  • Gemeinkosten (pauschal 10 %)

Fördervertragsbedingungen 3.4

Aus Gründen der Verwaltungsvereinfachung wird für Gemeinkosten, die nicht unmittelbar einzeln dem Projekt zuzuordnen sind, in der Regel ein pauschaler Betrag in Höhe von 10 % der förderfähigen Gesamtkosten angesetzt. Wenn Sie regelmäßig in Ihrer Organisation einen geringeren Gemeinkostenanteil haben, können wir im Fördervertrag mit Ihnen auch eine niedrigere Pauschale vereinbaren.

Mit der Gemeinkostenpauschale werden die unten aufgelisteten Kosten, die nicht direkt dem Projekt zuzuordnen sind, pauschal erfasst und abgegolten. Diese Kosten können Sie dann nicht mehr zusätzlich bei den Projektkosten geltend machen:

    • Kosten für das Management und für die allgemeine Verwaltung der Organisation
      Beispiele: Übergeordnete Leitung, Steuerung und Qualitätsmanagement, Kontrolle und Organisationskommunikation, etwa durch Geschäftsführungen oder Vorstandsmitglieder, IT-Administration, Sicherheitsbeauftragte, Personalrat, Sekretariat, Personal- und Finanzverwaltung, Buchhaltung, Dokumentation, Versicherungen, einschließlich aller damit möglicherweise verbundener Beratungskosten
    • Allgemeine Raumkosten der Organisation
      Beispiele: Gebäudeversicherung, Gebäudesicherheit, Gebäude-Management, Reinigung, Steuern, Gebühren, Entsorgung
    • Kosten für Anschaffung, Miete und Unterhalt von Büroausstattung und Bürobedarf der Organisation
      Beispiele: Büromöbel, Büro-Kleingeräte, Kopierer, Computer, Drucker, Softwarelizenzen und Verbrauchsmaterialien wie Briefumschläge, Druckerpatronen, Kopien, Stifte, und Papier
    • Kosten für Kommunikation und sonstige allgemeine Leistungen der Organisation
      Beispiele: Internet, E-Mail, Telefon, Fax, Briefkorrespondenz und Porto, Sanitätsdienst, Bibliothek, Publikationsdienst, Abonnements, Transporte, Bekleidung
    • Aus- und Fortbildungskosten der Organisation
      Beispiele: Teilnahme an allgemeinen Seminaren und Fortbildungen einschließlich der Reisekosten, Zeitschriften, und Fachliteratur
    • Beiträge, Steuern und Abgaben, Pflichtprüfungskosten der Organisation
      Beispiele: Beiträge an Kammern oder Berufsgenossenschaften, Personalkosten-Umlagen, die jährliche Rechenschaftslegung über die Finanzen, Pflichtprüfungs-, Steuerberatungs- und Anwaltskosten

2.8
Wie stelle ich die Finanzierung meines Projektes dar?

Fördervertragsbedingungen 4 und 5

Zur Finanzierung Ihres Vorhabens können neben Fördergeldern Eigenbeiträge, Beiträge von Kooperationspartnern, Einnahmen sowie Spenden und Sponsorengelder eingesetzt werden. Grundsätzlich sind Sie darin frei, wie Sie Einnahmen, Spenden und Sponsorengelder aufführen. Wichtig ist jedoch, dass die Darstellung für uns nachvollziehbar ist.

Bei der Finanzierung des Projektes unterscheiden wir vier unterschiedliche Bausteine:

  • Eigenbeiträge und Beiträge von Kooperationspartnern
    • Eigene Finanzmittel
      Geben Sie die Mittel an, die Sie als eigenen Finanzierungsbeitrag für das zu fördernde Vorhaben einsetzen werden.
    • Ehrenamtliche Arbeit und Sachleistungen
      Wenn Sie im Kostenplan fiktive Kosten für freiwillige unentgeltliche Arbeiten und/oder in Einzelfällen auch einzubringende Sachleistungen veranschlagt haben, gelten diese auch als Eigenbeiträge und werden in unserem Kosten- und Finanzierungsplan als Finanzierungsbaustein aufgeführt.
    • Beiträge von Kooperationspartnern
      Hier können Sie Finanzmittel von ebenfalls gemeinnützigen Kooperationspartnern ansetzen, mit denen Sie das Projekt gemeinsam in enger und vertraglich geregelter Kooperation durchführen. Ein Kooperationspartner muss gemeinnützig sein und dabei eigene substantielle Beiträge zum Projektgeschehen leisten.
      Die Kooperationspartner müssen gemeinnützig sein, da sie als Organisation Fördermittel aus dem Vorhaben erhalten können und die Stiftung nur gemeinnützige Organisationen fördert.
  • Einnahmen, Spenden und Sponsorengelder
    • Einnahmen aus Projektaktivitäten
      Geben Sie die Geldeinnahmen, die Sie im Zusammenhang mit verschiedenen Aktivitäten innerhalb des geförderten Vorhabens erzielen wollen/können, an. Dies können z. B. sein:
      • Eintrittsgelder von Veranstaltungen, Konzerten etc.,
      • Verkauf von Materialien, Produkten, Veröffentlichungen etc.,
      • Teilnahmegebühren für Seminare, Workshops o. ä.
    • Spenden und Sponsorengelder
      Geben Sie die Spenden an, die Sie in Bezug auf das geförderte Vorhaben (projektbezogene Spenden) erwarten.
      Wenn Sie Verträge mit Sponsoren im Zusammenhang mit den Aktivitäten des geförderten Vorhabens schließen, geben Sie die erwarteten Sponsorengelder ebenfalls gesondert an.
  • Drittmittel (Kofinanzierungen)

Fördervertragsbedingungen 1.4

    • Wenn Sie für das bei uns beantragte Projekt Förderbeiträge bei anderen Förderinstitutionen beantragt oder bewilligt bekommen haben, müssen Sie diese aufführen. Machen Sie bitte für jede Fördereinrichtung einen eigenen Eintrag. Bitte geben Sie den Status dieser Drittmittel (geplant, beantragt, bewilligt) an. Hier finden Sie Hinweise auf andere Förderer.
    • Achtung: Eine Kofinanzierung durch Landesmittel ist ausgeschlossen.
    • Wenn Sie bei mehreren Geldgebern Drittmittel beantragen, müssen die Inhalte und finanziellen Angaben in den Anträgen identisch sein. Soweit eine Identität aufgrund der Vorschriften des Dritten nicht möglich ist, erwarten wir, dass sich die Angaben nicht widersprechen.
      Es ist notwendig, dass Sie uns mit der Antragstellung die Erlaubnis erteilen, mit den Kofinanzierern in Kontakt zu treten, um z. B. die Prüfung der Projektabrechnung zu koordinieren.
  • Beantragte Fördersumme
    • Wir finanzieren höchstens einen Anteil von 80 % der förderfähigen Kosten und erwarten von Ihnen eine Eigenbeteiligung und/oder eine zusätzliche Förderung Ihres Vorhabens durch Dritte von mindestens 20 % der förderfähigen Kosten.
  • Fördervertragsbestimmung 4.3
    • Wichtig: Unser Förderbeitrag wird nachträglich gekürzt, wenn sich in der Projektabrechnung herausstellt, dass Sie mit der geförderten Maßnahme einen ökonomischen Gewinn erzielt haben, d.h. dass Sie für das Projekt mehr Gelder erhalten haben als Ihnen dadurch Kosten entstanden sind.

Fördervertragsbedingungen 5.2

2.9
Wie werden die Fördergelder ausgezahlt?

  • Bis zum Ende des Projektes zahlen wir 90 % der bewilligten Fördergelder zu den Terminen und in den Teilbeträgen aus, die Sie selber im Auszahlungsplan angeben. Achten Sie dabei auf die Vorgabe, dass von uns ausgezahlte Mittel innerhalb von 2 Monaten von Ihnen ausgegeben werden müssen. Bedenken Sie dabei größere Ausgaben, die aufgrund der Aktivitäten in Ihrem Zeitplan anfallen.

Fördervertragsbedingungen 6.1

  • Die Auszahlungen erfolgen jeweils am ersten oder 15. eines jeden Monats.
  • Die letzte Rate der Förderung zahlen wir erst nach Ende des Projektes, wenn der abschließende Bericht von uns geprüft worden ist. 

2.10
In welcher Form reiche ich die Antragsunterlagen ein?

  • Bitte schicken Sie uns Ihren Förderantrag in elektronischer Form in einem MS-Word- kompatiblen Dateiformat. 
  • Der Kosten- und Finanzierungsplan sollte in einem MS-Excel-kompatiblen Dateiformat (z. B. auch OpenOffice-Calc) zugeschickt werden.
    Diese Unterlagen sind für uns leichter zu nutzen als solche im PDF-Format.
  • Das Stammdatenblatt senden Sie uns bitte im Original mit Unterschrift per Post zu. 
  • Die übrigen Unterlagen für die Prüfung Ihrer Organisation können als Scan elektronisch eingereicht werden. 

2.11
Was ist bei positiver Förderentscheidung und Vertragsabschluss zu beachten?

  • Sie haben mit der Einreichung eines Antrages nicht automatisch einen Rechtsanspruch auf eine Förderung durch unsere Stiftung.
  • Sofern im Laufe der Prüfung Ihres Antrages wesentliche Änderungen vorgenommen werden, halten Sie diese in einem Dokument als Ergänzung zum Antrag fest.
  • Der Fördervertrag kommt zustande, sobald unsere Gremien dem Abschluss des Fördervertrages zustimmen. Wir werden Ihnen die Zustimmung mitteilen und Ihnen den Fördervertrag zur Unterzeichnung zusenden. Ihr Antrag (zusammen mit der Dokumentation der Änderungen) wird Bestandteil des Fördervertrages.

Fördervertragsbedingungen 1.1

Übersicht Projektleitfaden

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